Das Einreichprozedere
 

Grundsätzlich gilt:

 

Es werden ausschließlich Projekte gefördert, die inhaltlich zumindest einem Aktionsfeld der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) der Region Thermenland-Wechselland entsprechen und positiv durch den regionalen Projektausschuss anhand von formalen und qualitativen Bewertungskriterien beurteilt werden. Zusätzlich müssen die Förderkriterien und Richtlinien der Europäischen Union, des Bundes und des Landes Steiermark, eingehalten werden.

 
   
 

Das Einreichprozedere wird in drei Phasen gegliedert:

 

die Vorphase - die Entscheidung im Projektausschuss und - die Entscheidung der bewilligenden Stelle

 
 
 
   
     
 
 
 
Phase 1 - Die Vorphase
   

In Phase 1, der Vorphase, findet der Erstkontakt mit der Lokalen Aktionsgruppe statt. Sie kommen mit Ihrer Projektidee in das LAG-Büro.

Gemeinsam mit dem Projektwerber werden im Zuge eines Erstgespräches die Auswahlkriterien für LEADER-geförderte Projekte durchbesprochen und die Fördertauglichkeit des Projektentwurfs von der LAG ersteingeschätzt.

Gemeinsam mit uns wird geprüft, ob ihr Projekt inhaltlich zu einem der in der LES dargestellten Kriterien passt, oder aber über eine andere Förderstelle realisiert werden könnte.

Wenn diese Punkte geklärt sind, wird in gemeinsamen Arbeitsschritten das Projekt so vorbereitet, dass es alle, für Phase 2, notwendigen Vorgaben erfüllt (LES-Resultate) und dem Projektausschussgremium (PAG) vorgelegt werden kann.

 

 

Diese Kriterien müssen erreicht sein, um das Projekt in der Projektausschusssitzung vorzustellen:

 

Nachdem der vollständige Antrag bei der LAG eingelangt ist, erfolgt eine Ersteinschätzung gemäß des Kriterien-Sets (siehe 6.2.) durch das LAG Management:

 

a. Jedes Projekt muss 100% der Formalkriterien erfüllen.

b. Jedes Projekt muss mindestens ein Drittel der Qualitätskriterien erreichen.

 

Diese Ersteinschätzung dient lediglich der Unterstützung für den Projektausschuss und es entsteht daraus kein rechtlicher Anspruch für den Projektwerber.

 
 
 
Phase 2 - Die Entscheidung im Projektausschuss
   

Hier erfolgt (bei erfolgreicher Absolvierung von Phase 1) im Rahmen einer regelmäßig stattfindenden Projektausschusssitzung eine grundsätzliche Überprüfung, ob das jeweilige Projekt auch wirklich allen von der EU vorgegebenen Förderkriterien entspricht.

Außerdem wird unter Einbeziehung sämtlicher Richtlinien die Förderhöhe des Projekts vom Projektausschuss festgelegt. Diese Entscheidung trifft ein Komitee, bestehend aus 49 % politischen und 51 % nicht-öffentlichen Vertretern.

Bei einem positiven Beschluss geht der Projektantrag automatisch in Phase 3 über.

 

Die Mitglieder des Projektausschusses treffen sich mindestens 4x/Jahr zu einer Projektausschusssitzung und führen eine grundsätzliche Überprüfung, anhand vorab definierter Projektauswahlkriterien (für jedes Regionsprojekt werden dieselben Kriterien angewendet), durch. Hier wird geprüft, ob das jeweilige Projekt auch wirklich allen formalen und inhaltlich vorgegebenen Förderkriterien entspricht. Im Zuge dieser Sitzungen können Projekte zur Förderung empfohlen oder abgelehnt werden.

 
   
 
 
Phase 3 - Die Entscheidung der bewilligenden Stelle
   

In Phase 3 wird das vom Projektausschuss positiv bewertete Projekt mitsamt der ermittelten Förderhöhe an die LEADER verantwortliche Landesstelle (LVL), die als bewilligende Stelle die formalen Kriterien nochmals überprüft, weitergereicht  (immer in Zusammenarbeit mit dem LAG-Management). Nach nochmaliger Überprüfung sämtlicher Kriterien (Vollständigkeit, Fördervoraussetzung, korrekte Zusammensetzung des PAG, Wettbewerbsrelevanz, Beihilfenrecht) wird der Fördervertrag unterzeichnet. Danach erhält der Projektwerber binnen drei Wochen eine schriftliche Mitteilung über den Entscheidungsausgang, inklusive einer Begründung und Informationen über die weitere Vorgehensweise.

 

Das Projekt wird über die ges. Projektdauer vom LAG-Management betreut und alle 2 Jahre evaluiert.

 
   
 
 
Basisfördersätze für LEADER-Projekte  
 

Direkt einkommensschaffende Maßnahmen (direkt wertschöpfende Maßnahmen):

40% für die Umsetzung eines Projektes (Investitions-, Sach- und Personalkosten) unter Einhaltung der ‚De minimis‘-Regel lt. Richtlinie

 

Nicht direkt einkommensschaffende Maßnahmen (indirekt wertschöpfende Maßnahmen):

60% für die Umsetzung eines Projektes (Investitions-, Sach- und Personalkosten)

 

Lernende Regionen und Lebenslanges Lernen sowie Projekte zu folgenden Querschnittszielen (nicht investiv):

Jugendliche, Gender/Frauen, Migrantinnen und Migranten, Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Klima und Umwelt, Demographie, regionale Kultur und Identität:

80 % für Konzeptionierung und Durchführung

 

80 % pro Kleinprojekt (Ausführungen dazu siehe Sonderregelung für Kleinprojekte)

 
   
Sofern ein LEADER Projekt einer Spezialmaßnahme aus der Sonderrichtlinie Projektförderung, einer LE-spezifischen Landesrichtlinie oder direkt aus dem LE Programm entspricht, werden die Einschränkungen der Spezialmaßnahmen in Bezug auf die Förderintensität angewendet. Dies vermeidet Ungleichbehandlungen und in manchen Fällen Probleme mit dem Wettbewerbsrecht  
   

Es gelten die Bestimmungen des Beihilfenrechts lt. Sonderrichtlinie.

Projektträger haben die Möglichkeit, unbare Eigenleistungen einzubringen. Dabei gelten die Bestimmungen lt. Punkt 45.5.5 der Sonderrichtlinie

 
 
Weitere Fördermöglichkeiten
 
Kleinprojekte

Mit einer Projektkostenhöhe von min. Euro 1.000,-- bis max. 5.700,-- werden mit einem Fördersatz von 80 % gefördert. Es gilt dabei jedoch folgende Punkte zu beachten: Das Projekt leistet einen Beitrag zu den in der LES beschriebenen Ziele und ist nicht wettbewerbsrelevant. Die Einreichung von Kleinprojekten ist in den Aktionsfeldern 2 und 3 möglich. In den Gesamtkosten des Projekts können Eigenleistungen (gemäß Punkt 1.7.9.1 Sonderrichtlinie) enthalten sein.

Zur Volage für den Projektausschuss reicht eine Projektskizze, incl. dargestellter Maßnahmen und eine Kostenaufstellung. Projektträger sind ausschließlich gemeinnützige Organisationen/NichtRegierungsorganisationen oder Gruppen nicht organisierter Menschen mit einem gemeinnützigen Ansinnen.

Der Auswahlprozess folgt den Schritten wie bei der üblichen beschriebenen Vorgehensweise.

Demselben Förderwerber kann maximal drei Mal innerhalb der Förderperiode ein Pauschalbetrag für Kleinprojekte bewilligt werden.

 
Nationale und transnationale Kooperationsprojekte:

Nationale Kooperationsprojekte finden innerhalb Österreichs (inter-territoriale Kooperation) statt.

Transnationale Kooperationsprojekte werden zwischen mehreren Mitgliedsstaaten oder zwischen einem Mitgliedsstaat und einem Drittstaat durchgeführt. Unterstützung in dieser Maßnahme ist jedoch auf die österreichischen PartnerInnen der Kooperation beschränkt (Programm LE2020 S.404).

Förderfähig sind hier die Anbahnung, Vorbereitung und Umsetzung von nationalen und transnationalen Kooperationsprojekten. Es gelten die gleichen Auswahlkriterien wie bei allen Förderprojekten (1/3 der Qulitätskriterien muss erreicht werden, 100 % der Formalkriterien). Der Fördersatz beträgt, wie bei Kleinprojekten, 80 %.

 
   
Für transnationale Kooperationsprojekte legt die Zahlstelle im Auftrag der Verwaltungsbehörde die Auswahlkriterien zentral fest und führt an Hand dieser die Auswahl durch. Eine laufende Antragsstellung ist möglich. Die Entscheidung über einen Projektantrag wird spätestens vier Monate nach Vorlage eines vollständigen Antrags getroffen. Spätestens zwei Jahre nach der Genehmigung des Programms wird der Auswahl- und Abwicklungsprozess inklusive den Auswahlkriterien für transnationale Kooperationsprojekte veröffentlicht (Programm LE2020 S. 405).  
 
 
Hier können Sie die notwendigen Dokumente downloaden
 
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